Chinesische Akademie der Wissenschaften: Vision einer Spitzenforschung auf internationalem Niveau

Die Chinesische Akademie der Wissenschaften ist die größte Institution für naturwissenschaftliche Forschung in China.
Die Chinesische Akademie der Wissenschaften wurde einen Monat nach der Staatsgründung der heutigen Volksrepublik China, im Jahr 1949, eröffnet und ist eine Institution des Staatsrates von China. Die Akademie ist darauf ausgerichtet, auf Fragen der nationalen Wirtschaft, sozialen Entwicklung, Wissenschaft und des technologischen Fortschrittes Antworten zu liefern. Zudem entstanden aus ihr einige Wirtschaftsunternehmen, wie zum Beispiel das bekannte Unternehmen Lenovo. Die sechs Hauptfachrichtungen der Akademie sind Mathematik und Physik, Chemie, Geowissenschaften, Biologie und Medizin, Technologie sowie Informations- und Naturwissenschaften. Im Februar 2007 veröffentlichte die Einrichtung eine Erklärung mit der wissenschaftlichen Ideologie, eine Kommission für die Förderung von wissenschaftlicher Integrität, Transparenz, Autonomie und Verantwortlichkeit der wissenschaftlichen Forschung in China zu gründen. In ihrer Vision strebt die Chinesische Akademie der Wissenschaften an, zu einer wissenschaftlichen Forschungsbasis auf fortgeschrittener internationaler Ebene zu werden.

Patentanmeldungen der Chinesischen Akademie der Wissenschaften kontinuierlich auf Rekordkurs

In der folgenden Grafik werden die Patent-und Gebrauchsmusteranmeldungen der Chinesischen Akademie der Wissenschaften zwischen 1990 und 2009 dargestellt. Bereits im Jahr 1990 wurden über 230 Patentanmeldungen registriert, welche nach einem unerheblichen Rückgang im Jahr 1991 stetig anstiegen. Zwischen 1992 und 1999 war ein kontinuierlich leichter Anstieg zu beobachten. Im Jahr 2000 nahmen die Zahlen stärker zu und erreichten im Jahr 2003 einen Wert von über 2.600 Patentanmeldungen. Dies waren bereits allein in einem Jahr mehr Patentanmeldungen als beispielsweise die deutsche Wissensgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz in 20 Jahren an Patenten insgesamt anmeldete. Nach nur einem geringfügigen Anstieg im Jahr 2004 stiegen die Patentanmeldungen in den Jahren von 2005 bis 2009 stark an. Im Jahr 2009 wurde ein Rekordwert von über 5.700 Patentanmeldungen registriert. Die Zahl an Gebrauchsmusteranmeldungen blieb über die Jahre nach einem geringfügigen Anstieg nahezu auf gleich hohem Niveau. Mit insgesamt über 36.700 Patent- und 7.200 Gebrauchsmusteranmeldungen liegt die Chinesische Akademie der Wissenschaften weit über dem Durchschnitt der Top 30 chinesischen Einrichtungen auf einer Spitzenposition.

Anteil internationaler Patentanmeldungen der Chinesischen Akademie der Wissenschaften sehr gering

Die folgende Grafik stellt die geographische Verteilung der Patentanmeldungen der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in jeweils vier Zeiträumen zwischen 1990 und 2009 dar. Im Zeitraum von 1990 bis 2009 wurden die Patente nahezu ausschließlich in China angemeldet. Internationale Patentanmeldungen wurden jedoch bereits in sehr geringem Umfang in Deutschland, in den USA, Europa, Japan sowie weltweit angemeldet. Allerdings betrug der chinesische Anteil aller Patentanmeldungen in diesem Zeitraum mehr als 92%. In den Jahren von 1995 bis 1999 nahmen die internationalen Patentanmeldungen weiter nur leicht zu. In China haben sich die Zahlen mehr als verdoppelt, während der größte internationale Anteil in den Ländern der restlichen Welt registriert wurde. Im Zeitraum zwischen 2000 und 2004 haben sich die Patentanmeldungen in China beinahe verdreifacht. Die internationalen Patentanmeldungen stiegen insbesondere weltweit, in Europa, den USA und in der restlichen Welt an. Dennoch betrug der Anteil in China über 94% aller Patentanmeldungen in diesem Zeitraum und stieg damit im Vergleich zum vorherigen Zeitraum sogar an. In den Jahren von 2005 bis 2009 stiegen die Patentanmeldungen in China weiter stark an und haben sich erneut mehr als verdoppelt. International wurden Patente überwiegend weltweit, in Europa, den USA sowie in der restlichen Welt angemeldet. Zudem wurden erstmals einige Patente in Südkorea angemeldet. Allerdings betrug der chinesische Anteil nahezu 95% und lag damit höher als im vorherigen Zeitraum. Mit einem internationalen Anteil von rund sechs Prozent zwischen 1990 und 2009 liegt die Chinesische Akademie der Wissenschaften sogar über dem Durchschnitt der Top 30 chinesischen Einrichtungen.

Chinesische Akademie der Wissenschaften überzeugt dank ausgewogenem Patentportfolio

Nachfolgend werden die Schutzrechtanmeldungen der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in unterschiedlichen Technologiebereichen betrachtet. Das größte Themengebiet der Akademie ist mit rund 5.300 Patent- und über 2.200 Gebrauchsmusteranmeldungen der Bereich Analyse-, Mess- und Kontrolltechnik. An zweiter Stelle folgt das Fachgebiet Organische Feinchemie, in dem nahezu 5.400 Patente, aber keine Gebrauchsmuster angemeldet wurden. Die folgenden vier Bereiche Biotechnologie, Pharmazie und Kosmetik, Optik sowie Werkstoffkunde und Metallurgie erweisen sich mit 3.600 bis 3.700 Patent- und Gebrauchsmusteranmeldungen als nahezu gleich groß. Im Bereich Optik wurden jedoch mit 900 Gebrauchsmuster- und über 2.700 Patentanmeldungen deutlich mehr Gebrauchsmuster als in Biotechnologie, Pharmazie und Kosmetik sowie Werkstoffkunde und Metallurgie angemeldet.



Die Chinesische Akademie der Wissenschaften verfügt über ein sehr enges Netzwerk zu verschiedenen Forschungseinrichtungen und Unternehmen. Es bestehen Kooperationen mit deutschen Forschungsinstituten, wie beispielsweise der Helmoltz-Gemeinschaft, der Fraunhofer-Gesellschaft und der Max-Planck-Gesellschaft. Zudem arbeitet die Akademie mit unterschiedlichen Unternehmen aus der Wirtschaft zusammen. Als Beispiel für eine langfristige Kooperation dient das Engagement der Bayer AG, die bereits seit dem Jahr 2001 mit der Chinesischen Akademie der Wissenschaften zusammenarbeitet. Darüber hinaus unterstützt die Akademie ihre Wissenschaftler bei Aus- und Neugründungen. Das eigene Unternehmen CAS Holding bietet dabei Expertise und finanzielle Unterstützung an.
Quellen

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