Der Aufstieg Chinas vom Agrarstaat zum Innovationsstandort

Als am 1. Oktober 1949 unter Mao Zedong die Volksrepublik China ausgerufen wurde, war China noch ein Agrarstaat. Die Wirtschaftspolitik war zunächst von einer Planwirtschaft nach sowjetischem Vorbild geprägt, ehe im Jahr 1978 Marktreformen eingeleitet wurden, um die Wirtschaft von einer Planwirtschaft hin zu einer Marktwirtschaft zu wandeln. Seitdem hat China einen rasanten Anstieg in der sozialen Entwicklung sowie ein beispielloses Wachstum in der Wirtschaftskraft erlebt. Ein jährliches Wachstum des BIP von über 10 % hat die Armut des Landes gewaltig reduziert und China entwickelte sich von der Werkbank der Welt zu einer Exportnation. Ausschlaggebend hierfür waren besonders die günstigen Produktionsbedingungen sowie eine stabile politische Umgebung. Dadurch wurden die Randbedingungen für Investitionen internationaler Unternehmen geschaffen.

Patentschutz war bislang Nebensache

Der soziale und wirtschaftliche Aufstieg der
China gilt als Weltmeister im Kopieren
Manager Magazin Online
Volksrepublik hatte jedoch auch seine Schattenseiten. Westliche Unternehmen, die ihre Innovationen in China produzieren ließen, wurden mit einer Kopier-Kultur konfrontiert. Nach Markteinführung ihrer eigenen Produkte sahen die Firmen binnen kurzer Zeit identische Kopien chinesischer Hersteller, die diese für einen Bruchteil des Originalpreises verkaufen konnten. Der Innovationsschutz war praktisch noch kaum vorhanden.

„China auf dem Weg zum Hightech-Standort“ (KPMG)

China (…) legt Wert darauf, eigenes Know-how aufzubauen und selbst Innovationen voranzutreiben.
Produktion Online
Nach dem Beitritt Chinas in die Welthandels-organisation im Jahr 2001 stieg die Industrieproduktion noch stärker an, jährlich waren Wachstumswerte bis zu 15 % zu verzeichnen. Durch das Wachstum stiegen die Einnahmen des Staates, der mehr und mehr in die Forschung investierte und auf Druck der internationalen Gemeinschaft auch den Schutz des Geistigen Eigentums verstärken ließ. Bildungsausgaben wurden erhöht und es setzte sich ein Wandel in China ein, wodurch verstärkt auf Bildung & Forschung gesetzt wurde. China soll nicht mehr als Werkbank der Welt gelten, sondern als Hightech- und Innovationsstandort globales Ansehen erlangen. Der überraschende und schnelle Anstieg von Patentanmeldungen chinesischer Universitäten und Forschungseinrichtungen innerhalb der letzten 10 Jahre ist ein deutliches Indiz dafür.

Größte Volkswirtschaft der Welt in 2016

Mit ca. 1,35 Milliarden Einwohnern im Jahr 2011 entwickelte sich China zu der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt und spielt wirtschaftlich auf globaler Ebene eine immer wichtigere Rolle. Doch nach Informationen der Weltbank ist China
Berechnungen der OECD zufolge wird China bereits im Jahr 2016 die größte Volkswirtschaft der Welt sein
KPMG
in sozialer Hinsicht immer noch eine Nation in der Entwicklungsphase. Das Pro-Kopf Einkommen lag umgerechnet mit 3.802 Euro im Jahr 2011 weltweit auf Platz 114 und über 170 Millionen Menschen befinden sich unter der Armutsgrenze. Doch das Land ist ehrgeizig, denn „Chinas Regierung will Zahl der Armen um 80 Millionen verringern“ (Spiegel Online).
Quellen

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