Eberhard-Karls-Universität Tübingen: Eine der ältesten deutschen Universitäten

Mit dem Gründungsjahr 1477 zählt die Eberhard-Karls-Universität Tübingen (EKUT) zu einer der ältesten Universitäten Deutschlands. Durch das Prinzip der Einheit von Forschung, Lehre und einer außergewöhnlichen Fächervielfalt positioniert sich die Universität als eine Forschungseinrichtung von internationalem Rang. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Möglichkeit interdisziplinärer Zusammenarbeit gelegt. Um erfolgs- und zukunftsorientiert zu agieren, fördert die Universität Tübingen Sonderforschungsbereiche, Forschergruppen, Graduiertenkollegs und herausragende Einzelforschungen. Zudem legt sie viel Wert auf Kooperationen mit Wirtschaft und Industrie sowie mit universitären als auch außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Mit Forschungs- und Entwicklungsverträgen und Patentlizenzierungen unterstützt die Universität mit ihrem Wissen und ihrer Forschung die verschiedensten Bereiche in der Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Die Hochschule setzt in diesem Zusammenhang gezielt auf anwendungsbezogene und gesellschaftsrelevante Forschung. Auch mit ihren zur Verfügung stehenden Ressourcen geht die Universität Tübingen bedacht um, um den Fokus auf Nachhaltigkeit in Forschung und Lehre zu setzen.

Patentanmeldungen der Universität Tübingen nach zunächst positiven Trend ab 2006 rückläufig

In der folgenden Grafik werden die Patentanmeldungen der Universität Tübingen in den Jahren von 1990 bis 2009 dargestellt. Anfang bis Mitte der 1990er Jahre wurden nur einige wenige Patente angemeldet. Erst im Jahr 1996 wurde mit nahezu 40 Patentanmeldungen ein stärkerer Anstieg registriert. Nach einer geringfügigen Zunahme der Patentanmeldungen im Jahr 1997 waren die Zahlen 1998 wieder rückläufig und erholten sich 1999 nur leicht. Im Jahr 2000 wurde ein Rekordwert von über 100 Patentanmelden verzeichnet, welcher In den folgenden Jahren allerdings nicht mehr erreicht werden konnte. Im Jahr 2002 nahmen die Patentanmeldungen erneut ab. Nach einer leichten Erholung im Jahr 2003 waren die Zahlen jedoch 2004 wieder rückläufig. Obwohl die Anmeldung von Patenten in den Jahren 2005 und 2006 erneut anstieg, ist sie im Jahr 2009 wieder auf den niedrigsten Stand seit 2000 gesunken.
Universität Tübingen liegt in Deutschland im oberen Mittelfeld
In dem betrachteten Gesamtzeitraum von 1990 bis 2009 wurden von der Universität Tübingen knapp über 1.000 Patentanmeldungen registriert. Damit liegt die Universität Tübingen in Deutschland im oberen Mittelfeld der Top 30 Universitäten und Forschungseinrichtungen.

Mehr als die Hälfte aller Patentanmeldungen der Universität Tübingen international

Anhand der geografischen Verteilung ist erkennbar, dass die internationalen Patentanmeldungen erst ab dem Jahr 1995 an Bedeutung gewannen. Von 1995 bis 1999 wurde der größte Anteil noch in Deutschland angemeldet und nahezu die Hälfte der Patentanmeldungen war bereits international. Dazu zählen vor allem Europa, die USA, weltweit und die übrigen Länder in der restlichen Welt. Insbesondere in der restlichen Welt wurde der zweitgrößte Anteil im Zeitraum 2000 bis 2004 verzeichnet, welcher auch insgesamt einen starken Anstieg verbuchen konnte. Sowohl in Deutschland als auch international sind Zuwächse zum vorherigen Zeitraum zu erkennen, jedoch haben sich die Verhältnisse stark gewandelt. Mehr als zwei Drittel der Patentanmeldungen wurden außerhalb Deutschlands angemeldet. Im Vergleich zu anderen Universitäten ist auffällig, dass in dem Zeitraum von 2005 bis 2009 der internationale Anteil insgesamt nur leicht Anstieg und vor allem Deutschland im Zuwachs konstant blieb. Zudem gewannen Patentanmeldungen in China an Bedeutung, wenn auch noch zu einem vergleichsweise geringen Anteil. Nahezu 65% aller Patentanmeldungen der Universität Tübingen waren zwischen 1990 und 2009 international. Damit liegt die Universität Tübingen innerhalb der Top 30 deutschen Einrichtungen im Durchschnitt.

Kernkompetenzen der Universität Tübingen liegen in chemisch-biologischen Disziplinen

Nachfolgend sind die Schutzrechtanmeldungen der Eberhard-Karls-Universität Tübingen in verschiedene Technologiebereiche unterteilt. Im Themengebiet Biotechnologie wurden ungefähr 370 Patentanmeldungen registriert, was rund 20% der gesamten Patentanmeldungen aus allen Technologiebereichen entspricht. Den zweitgrößten Bereich stellt die Pharmazie und Kosmetik, in dem 360 Patentanmeldungen registriert wurden. Darauf folgt das Fachgebiet Analyse-, Mess- und Kontrolltechnik mit circa 280 Anmeldungen. Nahezu 15% der gesamten Patentanmeldungen aus allen Technologiebereichen entfallen jeweils auf die Bereiche Organische Feinchemie und Medizintechnik.
Inhaltlicher Schwerpunkt der Patentanmeldungen im chemischen Bereich
Mit einem größeren Abstand folgt das Themengebiet Chemietechnik mit etwa 45 Schutzrechtanmeldungen. Anhand der Verteilung lassen sich die inhaltliche Schwerpunkte in den chemischen Bereichen erkennen.

Bemühungen, die Ergebnisse der wissenschaftlichen Forschung schnellstmöglich umzusetzen, führen zu verschiedenen Kooperationen und Partnerschaften mit Unternehmen und Verbänden. Beispielsweise besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Industrie- und Handelskammer Reutlingen, um Existenzgründungen zu fördern. Darüber hinaus existieren viele Kooperationsverträge mit kleinen und mittleren Unternehmen.
Quellen

Sorry, you can not to browse this website.

Because you are using an outdated version of MS Internet Explorer. For a better experience using websites, please upgrade to a modern web browser.

Mozilla Firefox Microsoft Internet Explorer Apple Safari Google Chrome