Fraunhofer-Gesellschaft: Forschen in der ersten Liga

Die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. wurde im Jahr 1949 gegründet und ist mit mehr als 80 Forschungseinrichtungen und über 20.000 Mitarbeitern die größte europäische Organisation für anwendungsorientierte Forschung. Namenspatron war der Erfinder, Forscher und Unternehmer Joseph von Fraunhofer. Die Gesellschaft finanziert sich durch Forschungsaufträge aus der Wirtschaft und vom Staat und ist eine als gemeinnützig anerkannte Organisation.
Inhaltlichen Tiefgang, hohe Praxisrelevanz und zügige Umsetzung der Erkenntnisse sind Erfolgsfaktoren der Fraunhofer Gesellschaft.
Dr. Stefan Nöken, Hilti AG
Die Höhe der staatlichen Grundfinanzierung ist erfolgsabhängig, infolgedessen ein wirtschaftlicher Druck auf die Gesellschaft ausgeübt wird. Die Forschungsfelder decken nahezu alle anwendungsrelevanten Technologiebereiche ab, gleichwohl die Schwerpunkte in den Bereichen Gesundheit, Sicherheit, Kommunikation, Mobilität, Energie und Umwelt liegen. Die Institute der Fraunhofer-Gesellschaft besitzen eine wirtschaftliche Eigenständigkeit und haben die Möglichkeit, die Forschungsfelder im Rahmen der Ziele der Gesellschaft selbst zu bestimmen. Zudem wird seit jeher auf eine internationale Vernetzung Wert gelegt, um auf globaler Ebene bei Innovationen konkurrenzfähig zu bleiben. Die wohl bekannteste Erfindung der Fraunhofer-Gesellschaft ist das MP3-Format im Jahr 1987.

Fraunhofer-Gesellschaft verdreifacht Patentanmeldungen von 1990 bis 2009

Mit über 21.600 Patentanmeldungen im Zeitraum von 1990 bis 2009 belegt die Fraunhofer-Gesellschaft in Deutschland einen Spitzenrang. Bereits in den Jahren 1990 und 1991 wurden im Vergleich zu anderen Einrichtungen überdurchschnittlich viele Patentanmeldungen registriert. Nach einem leichten Rückgang im Jahr 1992 stiegen die Patentanmeldungen stetig an. Im Jahr 1997 nahmen die Zahlen im Vergleich zu den vorherigen Jahren stärker zu. Im Anschluss konnte in den Jahren 1998 bis 2000 ein weiterer kontinuierlicher Anstieg beobachtet werden. Die darauf folgenden Jahre unterlagen einigen Schwankungen, bis im Jahr 2006 ein Rekordwert von über 1.600 Patentanmeldungen registriert wurde. Allerdings lagen die Patentanmeldungen seit diesem Jahr im leicht negativen Trend. Im betrachteten Gesamtzeitraum erkennt man trotz vereinzelter Rückgänge einen positiven Trend der Patentanmeldungen. Die Entwicklung von über 450 Patentanmeldungen der Fraunhofer-Gesellschaft im Jahr 1990 bis zu über 1.400 Anmeldungen im Jahr 2009 entspricht mehr als einer Verdreifachung.

Internationale Patentanmeldungen der Fraunhofer-Gesellschaft im positiven Trend

Die folgende Grafik stellt die geografische Verteilung der Patentanmeldungen der Fraunhofer-Gesellschaft in jeweils vier kumulierten Zeiträumen dar. Im Zeitraum von 1990 bis 1994 wurde die überwiegende Zahl aller Patentanmeldungen noch in Deutschland registriert. Internationale Anmeldungen wurden insbesondere in Europa, weltweit, den USA und in der restlichen Welt beobachtet. In den Jahren von 1995 bis 1999 stieg der internationale Anteil deutlich an, doch auch in Deutschland wurden verstärkt Patente angemeldet. Zudem wurden erstmals wenige Patente in Asien, insbesondere in Japan, Südkorea und China registriert. Von 2000 bis 2004 nahmen die international angemeldetem Patente weiter zu, während in Deutschland nur noch ein leichter Zuwachs beobachtet werden kann. Die Verteilung verändert sich im folgenden Zeitraum von 2005 bis 2009 noch stärker zugunsten internationaler Patentämter. Erstmals sanken die Zahlen in Deutschland, dafür stiegen sie in Europa, in Asien und vor allem im weltweiten Patentamt der UN an. Dies ist ein Hinweis für die internationale Bedeutung von Patentanmeldungen, welche sich in den folgenden Jahren voraussichtlich intensivieren wird.

Fraunhofer-Gesellschaft glänzt mit ausgewogenem Patentportfolio

Nachfolgend werden die Patentanmeldungen der Fraunhofer-Gesellschaft in verschiedene Technologiebereiche unterteilt. Dabei entfallen circa 3.900 Patentanmeldungen auf den Bereich Analyse-, Mess- und Kontrolltechnik, der somit den größten Technologiebereich bildet. Darauf folgt das Themenfeld Informationstechnik mit nahezu 2.500 Patentanmeldungen. In den Fachrichtungen Telekommunikation und Elektrische Geräte, Engineering, Energie wurden jeweils ungefähr 2.300 Patentanmeldungen registriert. Außerdem meldete die Fraunhofer-Gesellschaft jeweils rund 2.200 Patente in den Technologiebereichen Halbleiter sowie Oberflächentechnologie & Beschichtungen an.



Auffällig ist die enge Vernetzung der Fraunhofer-Gesellschaft mit der Wirtschaft. In den oben aufgeführten Bereichen gibt es jeweils starke,
Wer erfolgreich ins Ziel kommen will, muss sich exzellente Verbündete suchen und Etappe für Etappe meistern.
Dr. Jochem Heizmann, Volkswagen AG
langfristige Kooperationen. Beispielsweise im Themengebiet der Analyse-, Mess- und Kontrolltechnik, konnten die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse mit namhaften Partnern der Wirtschaft, wie der Volkswagen AG oder der Festo AG, umgesetzt werden. Aber auch in anderen Bereichen überzeugt die Expertise der Fraunhofer-Wissenschaftler renommierte Unternehmen, wie beispielsweise die Hilti AG, die gleich ein ganzes Distributions- und Innovationszentrum von den Experten hat planen lassen.
Quellen

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