Friedrich-Schiller-Universität Jena: Interdisziplinäre Forschung auf hohem Niveau

Seit der Gründung im Jahr 1548 entwickelte sich die Friedrich-Schiller-Universität Jena zu einer renommierten deutschen Universität mit zehn Fakultäten in nahezu allen Bereichen. Daher wird die Universität Jena auch als Volluniversität bezeichnet. Die Universität vereint in ihrer Forschung die drei Eckpunkte Grundlagenforschung, anwendungsorientierte Grundlagenforschung und produktorientierte Anwendungsforschung. In den vergangenen Jahren hat sie einen Fokus auf fünf Schwerpunkte gelegt: Optik, Photonik und photonische Technologien, Innovative Materialien und Technologien, Dynamik komplexer biologischer Systeme, Laboratorium Aufklärung sowie Menschen im sozialen Wandel.
Interdisziplinäre Schwerpunkte in der Forschung
Da diese Schwerpunkte interdisziplinär zusammen arbeiten sollen, werden sie durch die drei Querschnittsbereiche Analyse und Management komplexer Systeme, Kulturelle Kontexte des Alterns sowie Grundlagen der europäischen Kultur und Religion in Antike und Mittelalter vervollständigt. Damit möchte die Universität Jena sich zum einen den zentralen Herausforderungen der Gesellschaft stellen und zum anderen innovatives Arbeiten gewährleisten.

Patentanmeldungen der Universität Jena zwischen 1990 und 2009 mit einigen Fluktuationen

In der folgenden Grafik werden die Patentanmeldungen der Universität Jena zwischen 1990 und 2009 dargestellt. Bereits im Jahr 1990 hat die Universität Jena einen Rekordwert von über 80 Patenten angemeldet. Im Jahr 1991 wurde ein starker Rückgang verzeichnet, welcher bis 1995 in abgeschwächter Form anhielt. Im Jahr 1996 stiegen die Patentanmeldungen leicht an und haben sich im Jahr 1997 bereits mehr als verdoppelt. Nach einem leichten Rückgang im Jahr 1998 stiegen die Zahlen 1999 sowie 2000 erneut an und erreichten im Jahr 2001 mit über 60 Patentanmeldungen den zweitgrößten Wert im Gesamtzeitraum. Nach erneut rückläufigen Zahlen im Jahr 2002 stiegen die Patentanmeldungen 2003 wieder an, nahmen 2004 jedoch erneut stark ab und erreichten im Jahr 2005 den niedrigsten Wert zwischen 1999 und 2009. Im Jahr 2006 wurde wieder ein leichter Anstieg der Patentanmeldungen registriert, welche 2007 stark zunahmen und sich nach einem geringfügigen Rückgang im Jahr 2008 auf ein Niveau von über 50 Patentanmeldungen stabilisierten.

Patentanmeldungen der Universität Jena überwiegend in Deutschland

Die folgende Grafik behandelt die geographische Verteilung der Patentanmeldungen von der Universität Jena in jeweils vier Zeiträumen zwischen 1990 und 2009. In den Jahren von 1990 bis 1994 wurde die überwiegende Zahl an internationalen Patentanmeldungen in den Ländern der restlichen Welt registriert. Von 1995 bis 1999 nahmen die Patentanmeldungen vor allem in Deutschland zu, während in der restlichen Welt weitaus weniger Patente angemeldet wurden. Nur in Europa und weltweit konnte man neben Deutschland geringfügige Zuwächse erkennen. Der Anteil in Deutschland nahm im folgenden Zeitraum zwischen 2000 und 2004 noch weiter zu und beläuft sich auf nahezu die Hälfte aller Patentanmeldungen in diesem Zeitraum. Die restlichen Länder verzeichneten erneut einen starken Zuwachs, aber auch in den USA, in Europa und weltweit wurde ein Anstieg registriert. Zudem wurden erstmals Patente in China, Japan und Südkorea angemeldet. Im Zeitraum von 2005 bis 2009 konnte beobachtet werden, dass die Patentanmeldungen in Deutschland und vor allem in der restlichen Welt wieder rückläufig waren. Während die Patentanmeldungen in China und weltweit nahezu konstant blieben, haben sich die Zahlen in Europa verdoppelt. Doch auch in den USA und in Südkorea wurde ein leichter Anstieg der Patentanmeldungen registriert. Mit einem Anteil von nahezu 46% an internationalen Patentanmeldungen liegt die Universität unter dem Durchschnitt der Top 30 deutschen akademischen Einrichtungen.

Schutzrechtanmeldungen unterstreichen die Forschungsschwerpunkte der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Bei der Verteilung der Patentanmeldungen auf unterschiedliche Technologiebereiche wird deutlich, dass die selbst gesetzten Forschungsschwerpunkte sich auch quantitativ in Schutzrechtanmeldungen niederschlagen. Annähernd ein Viertel aller Patentanmeldungen wurden im Bereich Analyse-, Mess- und Kontrolltechnik registriert, der somit der größte Technologiebereich ist. Darauf folgt mit rund 150 Schutzrechtanmeldungen das Themengebiet Medizintechnik. Mit nahezu 130 Patentanmeldungen ist die Fachdisziplin Pharmazie und Kosmetik der drittgrößte Technologiebereich, dicht gefolgt vom Sektor Biotechnologie, auf den rund 110 Patentanmeldungen entfielen. Annähernd über 80 Patente meldete die Friedrich-Schiller-Universität Jena jeweils in den Fachgebieten Optik und Chemietechnik an.

Um den Wissens- und Technologietransfer voranzutreiben, wurde das Servicezentrum Forschung und Transfer ins Leben gerufen.
Studenten und Wissenschaftler werden bei der kommerziellen Ausnutzung ihrer Erfindung unterstützt
Dabei werden sowohl interessierte Studenten und Wissenschaftler bei der kommerziellen Ausnutzung ihrer Erfindung und der Gründung eines Unternehmens unterstützt, als auch Kontakte zwischen Unternehmen und der Universität vermittelt, um neue gemeinsame Forschungsprojekte zu initiieren.
Quellen

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