Johannes Gutenberg-Universität Mainz: Forschungsstark und führend in der Medizin

Seit der Gründung und Eröffnung im Jahr 1477 hat die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) ihr damals sehr mittelalterliches und rudimentäres Lehrangebot, welches ausschließlich Theologie, Medizin, kirchliches und römisches Recht sowie die Freien Künste beinhaltete, nach und nach geöffnet.
Die Universität Mainz zählt zu den zehn führenden Universitäten in Deutschland
Mit gegenwärtig rund 36.000 Studenten sowie nahezu 150 Instituten und Kliniken zählt die Universität Mainz zu den zehn führenden Universitäten in Deutschland. Als Forschungszentrum von Rheinland-Pfalz ist die JGU sowohl national als auch international stark vernetzt. Die Universität legt ihren Schwerpunkt auf die fünf Forschungszentren Elementarkräfte und mathematische Grundlagen, Erdsystemwissenschaften, Immunologie, Komplexe Materialien sowie Sozial- und Kulturwissenschaften. Die Universität erhielt bereits internationale Anerkennung durch ihre Leistung unter anderem in der Teilchen- und Hadronenphysik und der transnationalen Medizin. Im Jahr 2012 zählte die Universität Mainz zu den Gründern der German U15 e.V., einem Verein von 15 großen forschungsorientierten und in der Medizin führenden Universitäten.

Patentanmeldungen der Universität Mainz mit Schwankungen im leicht positiven Trend

In der folgenden Grafik werden die Patentanmeldungen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz im Zeitraum von 1990 bis 2009 dargestellt. In den Jahren 1990 bis 1996 wurden noch keine Patente von der Universität angemeldet. Eine sehr geringe Anzahl an Patentanmeldungen wurde jedoch zwischen 1997 und 1999 registriert. Erst ab der Jahrtausendwende stiegen die Patentanmeldungen etwas an, waren im Jahr 2001 jedoch wieder rückläufig und stagnierten bis zum Jahr 2002. Im Jahr 2003 wurde ein sprunghafter Anstieg registriert und die Patentanmeldungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr nahezu versechsfacht. Nach einem Rückgang im Jahr 2004 stiegen die Zahlen 2005 erneut an und erreichten 2006 einen Rekordwert von über 70 Patentanmeldungen. Allerdings konnte im Jahr 2007 eine Abnahme beobachtet werden und nach einer leichten Erholung im Jahr 2008 nahmen die Patentanmeldungen der Universität Mainz im Jahr 2009 erneut ab. Trotz einiger Fluktuationen ist im Gesamtzeitraum ein positiver Trend an Patentanmeldungen von der Universität Mainz erkennbar.

Internationale Patentanmeldungen der Universität Mainz mit mehr als drei Viertel auf Wachstumskurs

Die geographische Verteilung der Patentanmeldungen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz wird in der folgenden Grafik in jeweils vier Zeiträumen zwischen 1990 und 2009 dargestellt. Die geringe Zahl an Patenten binnen 1995 und 1999 wurde nahezu ausschließlich in Deutschland angemeldet. In den Jahren von 2000 bis 2004 stiegen die Zahlen insbesondere in Deutschland an, doch auch in Europa, weltweit, den USA und in den Ländern der restlichen Welt wurden Zuwächse verzeichnet. Erstmals wurden zudem einige wenige Patente in China sowie in Japan angemeldet. Mehr als die Hälfte aller Patentanmeldungen in diesem Zeitraum wurden außerhalb von Deutschland registriert. In den Jahren von 2005 bis 2009 nahm der internationale Anteil insbesondere in Europa, weltweit sowie in der restlichen Welt weiter zu und erreichte mehr als drei Viertel aller Patentanmeldungen. Zudem konnte ein leichter Anstieg in den USA, in China und in Südkorea beobachtet werden.
Über 77% aller Patentanmeldungen der Universität Mainz waren international
Über den Gesamtzeitraum ist ein deutlich positiver Trend zu internationalen Patentanmeldungen erkennbar und über 77% aller Patentanmeldungen der Universität Mainz waren international.

Patentanmeldungen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz hauptsächlich im chemisch-biologischen Bereichen

Die nachfolgende Grafik unterteilt die Patentanmeldungen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in verschiedene Technologiebereiche. Am aktivsten war die JGU Mainz im Themengebiet Pharmazie und Kosmetik, in welchem annähernd 2010 Patentanmeldungen registriert wurden. Darauf folgt die Fachdisziplin Organische Feinchemie mit nahezu 200 Patentanmeldungen. Zudem ist die interdisziplinäre Wissenschaft Biotechnologie stark vertreten. Mit über 170 Patentanmeldungen zählt sie zu den drei großen Technologiebereichen, welche zusammen nahezu 80% der gesamten Patentanmeldungen aus allen Technologiebereichen verbuchen konnten. Das Themengebiet Analyse-, Mess- und Kontrolltechnik folgt in einem größeren Abstand mit über 30 Patentanmeldungen. Außerdem meldete die Johannes Gutenberg Universität Mainz einige Patente in den Bereichen Medizintechnik sowie Werkstoffkunde und Metallurgie an.

Um den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu stärken, hat die Johannes Gutenberg Universität Mainz verschiedene Förderprogramme ins Leben gerufen.
Im universitätseigenen Gründungsbüro werden Wissenschaftler bei Aus- und Existenzgründungen unterstützt
Im universitätseigenen Gründungsbüro werden Wissenschaftler bei Aus- und Existenzgründungen unterstützt. Zudem ist die Johannes Gutenberg Universität Mainz Mitglied im Verbund Wissens- und Technologietransfer der rheinland-pfälzischen Universitäten, welcher es sich zum Ziel gemacht hat, die Effizienz des Wissens- und Technologietransfers zu steigern. Darüber hinaus konnte beispielsweise mit der Singulus Technologies AG ein Industriepartner gefunden werden, der die Forschungsaktivitäten im Bereich Beschichtungsanlagen unterstützt. Bemerkenswert sind die internationalen Forschungstätigkeiten der Johannes Gutenberg Universität Mainz. Beispielsweise wurde gemeinsam mit der Technischen Universität Dalian in China das Chemical Micro Process Technology – Research and Development Center gegründet, das sich mit Problemstellungen im Bereich chemischer Mikroverfahrenstechnik beschäftigt.
Quellen

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