Karlsruher Institut für Technologie: Erster Zusammen-schluss von Universität und Forschungszentrum in Deutschland

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entstand im Jahr 2009 durch eine Fusion des Forschungszentrums Karlsruhe und der Universität Karlsruhe. Die Universität Karlsruhe wurde bereits im Jahr 1825 gegründet, während das Forschungszentrum im Jahr 1956 entstand. Das Ziel der Fusion war und ist eine enge Verbindung von Forschung und Lehre sowie die Ausweitung von
Im KIT werden Spitzenforschung und exzellente akademische Ausbildung in einer Institution gebündelt.
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Innovationen und Technologietransfers. Mit elf Fakultäten, 43 Studiengängen und 146 Instituten zählt das KIT gegenwärtig zu einer der größten akademischen Einrichtungen in Deutschland. Schwerpunkte des KIT liegen insbesondere in den Ingenieurwissenschaften, den Mathematik- und Naturwissenschaften sowie den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Um eine umfassende Forschung zu sichern, werden auch die Sprach- und Kulturwissenschaften sowie Sport und Kunst angeboten. Das KIT wurde im Jahr 2006 im Rahmen der Exzellenzinitiative ausgezeichnet und ist Mitglied in der TU9 German Institutes of Technology e.V. sowie in der Helmholtz-Gemeinschaft. In dieser Studie wird das KIT unabhängig von der Helmholtz-Gemeinschaft als eigenständige Einrichtung analysiert.Trotz der Bezeichnung Institut wird das KIT als Technische Universität eingeordnet.

Starker Rückgang an Patentanmeldungen des Karlsruher Instituts für Technologie im Jahr 2009

In der folgenden Grafik werden die Patentanmeldungen des Karlsruher Instituts für Technologie in den Jahren von 1990 bis 2009 dargestellt. Bereits im Jahr 1990 wurden über 150 Patentanmeldungen registriert. Nach leichten Rückgängen in den Jahren 1991 und 1992 stiegen die Zahlen im Jahr 1993 wieder an und erreichten im Jahr 1996 über 200 Patentanmeldungen. Obwohl im Jahr 1997 die Anzahl wieder abnahm, wurde 1998 der Wert vom Jahr 1996 bereits wieder übertroffen. Doch in den Jahren 1999 und 2000 waren die Patentanmeldungen erneut leicht rückläufig.
Patentameldungen des KIT erreichten Rekordwert im Jahr 2001
Allerdings wurde nach einem starken Anstieg im Jahr 2001 ein Rekordwert von über 350 Patentanmeldungen erreicht. Im Jahr 2002 nahmen die Patentanmeldungen jedoch um mehr als ein Drittel ab und gingen 2003 noch weiter zurück. Nach einem geringfügigen Anstieg im Jahr 2004 und einer erneuten Abnahme im Jahr 2005, war im Jahr 2006 eine leichte Erholung der Patentanmeldungen festzustellen. Allerdings wurde 2007 und 2008 wiederholt ein Rückgang verzeichnet und die Patentanmeldungen stagnierten, lagen jedoch weiterhin höher als noch vor zehn Jahren. Im Jahr 2009 wurde jedoch ein Negativrekord an Patentanmeldungen im betrachteten Gesamtzeitraum erfasst. Mit über 3.700 Patentanmeldungen zwischen den Jahren 1990 und 2009 befindet sich das Karlsruher Institut für Technologie auf dem vierten Platz unter den Top 30 Instituten in Deutschland.

Internationale Patentanmeldungen des Karlsruher Instituts für Technologie leicht rückläufig

Die geographische Verteilung der Patentanmeldungen des KIT wird in der folgenden Grafik in jeweils vier Zeiträumen dargestellt. Bereits im Zeitraum von 1990 bis 1994 wurde nahezu die Hälfte der Patentanmeldungen außerhalb Deutschlands registriert. Die internationalen Patentanmeldungen wurden in Europa, in den USA, weltweit, in Japan und in den Ländern der restlichen Welt verzeichnet. Auffallend ist zudem, dass im Vergleich zu den anderen deutschen Einrichtungen eine bedeutende Anzahl von Patenten in Japan angemeldet wurde. Im Zeitraum von 1995 bis 1999 stiegen die Patentanmeldungen in allen Ländern mit Ausnahme in Japan an. In den Jahren von 2000 bis 2004 wurden jedoch in Deutschland, den USA und Japan Rückgänge verzeichnet, während der Anteil an Patentanmeldungen in der restlichen Welt stark zunahm. Bei den weltweiten Patentanmeldungen und in Europa blieben die Zahlen im Vergleich zum vorherigen Zeitraum nahezu konstant. Von 2005 bis 2009 setzte sich der negative Trend der Patentanmeldungen in Deutschland fort und auch in der restlichen Welt wurde ein Rückgang erfasst, welcher außerordentlich stark ausfiel. In Europa und weltweit wurden weitere Zuwächse, in den USA ein leichter Rückgang registriert. Auch in China und Südkorea konnte ein leichter Anstieg beobachtet werden. Nahezu 60% aller Patentanmeldungen des KIT waren von 1990 bis 2009 international.

Enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und dem Karlsruher Institut für Technologie

Abschließend werden die Schutzrechtanmeldungen in verschiedenen Technologiebereichen des Karlsruher Instituts für Technologie dargestellt. Mit ungefähr 650 Patent- und fast 40 Gebrauchsmusteranmeldungen bildet die Disziplin Analyse-, Mess- und Kontrolltechnik den größten Sektor. Darauf folgt das Themengebiet Chemietechnik, welches mit nahezu 430 Patentanmeldungen etwa zehn Prozent der gesamten Schutzrechteanmeldungen aller Technologiebereiche der Universtität repräsentiert. Im Fachgebiet Elektrische Geräte, Engineering und Energie wurden fast 330 Schutzrechtanmeldungen registriert. Außerdem meldete das Karlsruher Institut für Technologie jeweils mehr als 240 Schutzrechte in den Technologiebereichen Organische Feinchemie, Medizintechnik und Umwelttechnik an.



Das Karlsruher Institut für Technologie besitzt eine Reihe von namhaften Kooperationspartnern. Mit der ABB AG wurde ein Unternehmen aus der Wirtschaft gefunden, dass die Forschung in den Bereichen elektrischen Energietechnik und eingebettete Systeme unterstützt. Dieses Engagement spiegelt sich auch in den Schutzrechtanmeldungen der Bereiche Analyse-, Mess- und Kontrolltechnik und Elektrische Geräte, Engineering & Energie wieder. Das vom KIT und der Électricité de France SA getragene Europäische Institut für Energieforschung (EIFER) treibt die Forschung auf dem Gebiet nachhaltige Städte und dezentrale Energielösungen an. Des Weiteren besteht eine enge Zusammenarbeit mit der BMW AG und der BASF SE in unterschiedlichen Forschungsgebieten.
Quellen

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