Leibniz Universität Hannover: Universität mit wissenschaftlichem Potenzial

Im Jahr 1831 eröffnete der Gelehrte Karl Karmarsch mit nur wenigen Schülern die Pforten der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover. Zu diesem Zeitpunkt wurden bereits 14 Fächer mit Schwerpunkt in den Naturwissenschaften angeboten. Angehende deutsche sowie internationale Studenten haben gegenwärtig eine Auswahl von mehr als 160 Studiengängen in neun Fakultäten, welche mehrheitlich im Bereich der Natur- und Ingenieurwissenschaften liegen. Im Studienangebot befinden sich jedoch auch die Wirtschafts- und Rechtswissenschaften sowie Architektur und Philosophie. Die Forschungsaktivitäten der Universität werden aufgrund ihrer Interdisziplinarität und ihrer Wettbewerbsfähigkeit ausgewählt. Die Universität setzt ihr wissenschaftliches Potential sowohl national als auch international auf innovativste Weise ein und arbeitet kontinuierlich an einer höheren Qualität von Lehre und Forschung, um den stetigen Drang nach einer besseren Leistung aufrecht zu erhalten. Die Leibniz Universität Hannover ist Mitglied der TU9 German Institutes of Technology e.V., ein Zusammenschluss neun führender technischer Universitäten in Deutschland.

Positiver Trend an Patentanmeldungen der Leibniz Universität Hannover

Die folgende Grafik stellt die Patentanmeldungen der Leibniz Universität Hannover von 1990 bis 2009 dar. Zu Beginn des Zeitraums wurden in den Jahren 1990 bis 1995 nur wenige Patente angemeldet. Im Jahr 1996 wurde ein kaum erwähnenswerter Anstieg verzeichnet und im Jahr 1997 waren erneut keine Patentanmeldungen vorhanden. Dies änderte sich jedoch mit einem Anstieg der Patentanmeldungen im Jahr 1998 und im Jahr 1999 wurde nahezu eine Verdreifachung der Patentanmeldungen vorgenommen. Allerdings konnte dieser Trend nicht gewahrt werden und in den Jahren 2000 und 2001 nahmen die Patentanmeldungen erneut ab. Im Jahr 2002 wurde eine wiederholte Zunahme registriert, doch kurz darauf im Jahr 2003 sank die Patentaktivität wieder und verringerte sich in den Jahren 2004 und 2005 vergleichsweise stark. In den Jahren 2006 und 2007 nahmen die Patentanmeldungen erneut zu und erreichten nach einer kurzen Stagnation im Jahr 2008 ihren Höhepunkt im Jahr 2009. Im gesamten betrachteten Zeitraum lässt sich im Durchschnitt ein positiver Trend der Patentanmeldungen der Leibniz Universität Hannover beobachten.

Zunehmend internationale Patentanmeldungen der Leibniz Universität Hannover

In der folgenden Grafik wird die geographische Verteilung der Patentanmeldungen der Leibniz Universität Hannover dargestellt. Zwischen den Jahren 1990 und 1994 wurden die Patente ausschließlich in Deutschland angemeldet. Im Zeitraum von 1995 bis 1999 nahm der deutsche Anteil deutlich zu und erstmals wurden auch Patentanmeldungen in Europa, den USA und weltweit registriert. Ferner wurden Patente in weiteren Ländern der restlichen Welt angemeldet. Im Zeitraum zwischen den Jahren 2000 und 2004 hat sich der internationale Anteil der Patentanmeldungen nahezu vervierfacht. Doch auch in Deutschland haben sich die Zahlen mehr als verdoppelt. Der größte internationale Zuwachs wurde in der restlichen Welt und weltweit registriert, gefolgt von den USA und Europa. Erstmals wurden einige Patente auch in China angemeldet. Allerdings waren die Zahlen in China und der restlichen Welt im Zeitraum von 2005 bis 2009 wieder rückläufig, während sich insbesondere die Patentanmeldungen weltweit verdoppelten und in Europa sowie in Deutschland anstiegen. In den USA blieben die Zahlen nahezu konstant. Es ist zudem auffällig, dass die Universität kaum Patente in Asien anmelden ließ. Mit über 57% Anteil an internationalen Patentanmeldungen liegt die Leibniz Universität Hannover knapp unter dem Durchschnitt der Top 30 deutschen Einrichtungen.

Leibniz Universität Hannover mit wettbewerbsfähigen Schwerpunkten

Bei Betrachtung der folgenden Grafik wird deutlich, dass im Technologiebereich der Werkzeugmaschinen die meisten Schutzrechtanmeldungen registriert wurden. Es entfallen nahezu 30 Prozent der gesamten Schutzrechtanmeldungen aus allen Technologiebereichen auf dieses Themengebiet. Darauf folgen mit jeweils über 30 Patentanmeldungen die drei nahezu gleich großen Fachbereiche Werkstoffkunde und Metallurgie, Medizintechnik sowie Analyse-, Mess- und Kontrolltechnik. Dies entspricht nahezu 15% der gesamten Schutzrechteanmeldungen aller Technologiebereiche der Universität. Zudem ist die Leibniz Universität Hannover in den Technologiebereichen Elektrische Geräte, Engineering und Energie sowie Pharmazie und Kosmetik aktiv. In diesen beiden Themengebieten wurden knapp über 20 Patente angemeldet.

Seit Jahren ist die Leibniz Universität Hannover bemüht, die Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft zu verbessern. Mit der Forschungs- und Technologiekontaktstelle „uni transfer“ wurde sowohl für Wissenschaftler, als auch für Unternehmen eine universitätseigene Anlaufstelle geschaffen. Durch diese Bemühungen konnten bereits Kooperationsverträge mit Volkswagen Nutzfahrzeuge, der Continental AG oder auch der Bundesdruckerei GmbH unterzeichnet werden.
Quellen

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