Max-Planck-Gesellschaft: Dem Anwenden muss das Erkennen vorausgehen

Seit ihrer Gründung im Jahr 1948 hat sich die Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V. (MPG) zur einer der renommiertesten und erfolgreichsten Forschungsorganisationen in ganz Deutschland entwickelt. Bereits 17 Nobelpreisträger und mehr als 13.000 Publikationen pro Jahr stammen von der Max-Planck-Gesellschaft. Zur Gesellschaft zählen gegenwärtig 80 Institute, welche einer umfassenden Forschung in den Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften nachgehen. Durch kontinuierliche Neuerungen in den innovativen Forschungsgebieten und Instituten verschafft sich die Max-Planck-Gesellschaft die Möglichkeit, auf dem neuesten Stand zu forschen und mit unmittelbarer Resonanz zu agieren. Die MPG arbeitet besonders zukunftsorientiert, um neue Forschungen zu ermöglichen oder bereits bestehende zu erweitern und weiterhin zu fördern. Um auch internationale Zusammenarbeit zu gewährleisten, existieren bereits vier Institute im Ausland sowie mehrere Max Planck Center. Im Jahr 2006 wurde die MPG vom Times Higher Education Supplement Ranking zur weltweit besten, nicht-universitären Forschungsorganisation gewählt.

Ab 2001 negativer Trend bei Patentanmeldungen der Max-Planck-Gesellschaft

In der folgenden Grafik werden die Patentanmeldungen der Max-Planck-Gesellschaft in den Jahren von 1990 bis 2009 dargestellt. Mit über 250 Patentanmeldungen allein im Jahr 1990 meldete die Gesellschaft bereits eine hohe Zahl an Patenten an. Nach geringfügigen Schwankungen konnte bis zum Jahr 1999 ein deutlicher Anstieg beobachtet werden. Im Jahr 2001 wurde mit über 500 Patentanmeldungen ein Rekordwert erreicht. Dieser Wert konnte jedoch in den folgenden Jahren jedoch nicht gewahrt werden und es zeichnete sich ein negativer Trend ab. Von 2005 bis 2009 unterlag die Patentaktivität einigen Schwankungen. Insgesamt kann man einen positiven Trend bis zum Jahr 2001 und einen negativen Trend bis zum Jahr 2009 bei den Patentanmeldungen erkennen. Mit über 6.000 Patentanmeldungen im Gesamtzeitraum befindet sich die Max-Planck-Gesellschaft jedoch auf einer Spitzenposition.

Hoher internationaler Anteil an Patentanmeldungen der Max-Planck-Gesellschaft

In der geographischen Verteilung der Patentanmeldungen, welche in der folgenden Grafik in jeweils vier Zeiträumen dargestellt wird, erkennt man eine starke internationale Ausrichtung der Max-Planck-Gesellschaft. Bereits in den Jahren 1990 bis 1994 wurden mehr als zwei Drittel der Patente außerhalb Deutschlands angemeldet, darunter auch bereits Japan und China. Der größte Anteil der Patentanmeldungen wurde zwischen den Jahren 1990 und 1994 in der restlichen Welt registriert. Zudem erkennt man eine gleichmäßige Verteilung der Patentanmeldungen in Europa, den USA sowie weltweit. Zwischen den Jahren 1995 und 1999 konnte ein ähnliches Muster und ein Anstieg in allen Regionen außer Japan beobachtet werden. Im Zeitraum von 2000 bis 2004 setzte sich dieses Muster fort, wobei nun auch ein leichter Rückgang in Deutschland registriert wurde. In den Jahren 2005 bis 2009 wurde ein starker Rückgang in Deutschland und der restlichen Welt verzeichnet, während jedoch die Zahlen in den USA, China und weltweit konstant blieben und die Patentämter von Europa, sowie Südkorea sogar einen leichten Anstieg meldeten. Im Gesamtzeitraum von 1990 bis 2009 lag der internationale Anteil der Patentanmeldungen von der Max-Planck-Gesellschaft bei nahezu 80% und damit unter den Top 30 deutschen Einrichtungen über dem Durchschnitt.

Die Max-Planck-Gesellschaft setzt Schwerpunkte in den Bereichen Biologie und Chemie

In der nachfolgenden Grafik werden die Schutzrechtanmeldungen der Max-Planck-Gesellschaft in verschiedene Technologiebereiche unterteilt. Mit nahezu 2.500 Patentanmeldungen stellt die interdisziplinäre Wissenschaft der Biotechnologie den größten Anteil. Darauf folgt mit circa 2.300 Patentanmeldungen die organische Feinchemie, die eng mit dem drittgrößten Bereich, der Pharmazie und Kosmetik, verbunden ist. Akkumuliert wurden etwa 7.000 Patente in den Disziplinen Biologie und Chemie angemeldet. Ein weiterer größerer Bereich ist die Analyse-, Mess- und Kontrolltechnik, auf die ungefähr 1.600 Patentanmeldungen entfallen. Mit einigen wenigen hunderten Patentanmeldungen folgen die Technologiebereiche Mineralölindustrie und Lebensmittelchemie.



Im Zuge der Forschung an den Max-Planck-Instituten entsteht in außerordentlichem Maße neues technisches Wissen, das auf zwei verschiedene Arten kommerziell ausgenutzt wird. Auf der einen Seite wird relevantes Wissen an interessierte Unternehmen transferiert, auf der anderen Seite ermutigt die Max-Planck-Gesellschaft ihre Mitarbeiter zur Gründung eigener Unternehmen. In diesem Zusammenhang sind bereits mehr als 100 erfolgreiche Unternehmen aus den Max-Planck Instituten hervorgegangen, die Mehrzahl davon im biomedizinischen Bereich. Nicht zu verwechseln ist dieses Forschungsinstitut mit der Max-Planck-Diät (z.B. beschrieben bei trendfit.net), die dennoch denselben Namensgeber hat.
Quellen

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