Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen: Elite-Universität mit Größe

Die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH Aachen) entstand im Jahr 1870 und entwickelte sich im Laufe der Zeit mit momentan über 33.000 Studierenden zu einer der drei größten technischen Universitäten in Deutschland. Dies bestätigte auch die Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder. Auch europaweit verschaffte sich die RWTH Anerkennung durch ihren Beitrag zur Wissenschaft und Forschung mit 260 Instituten in neun Fakultäten. Insbesondere in der Zusammenarbeit mit Gesellschaft und Industrie verpflichtet sich die Universität zur Forschung und Lehre auf höchstem Niveau. Zudem arbeitet sie praxisbezogen und interdisziplinär. Um den globalen Herausforderungen gewachsen zu sein, hält die RWTH an ihren Visionen und Zielen fest und möchte nicht nur Lösungen für existenzielle Fragen der Gesellschaft finden, sondern auch eine führende Position mit steigender Qualität der Lehre einnehmen. Zur Sicherung des Vorhabens forscht die RWTH Aachen in acht international geprägten Schwerpunkten: Computational Science & Engineering; Energy, Chemical & Process Engineering; Information & Communication Technology; Material Science & Engineering; Medical Science & Technology; Molekular Science & Engineering; Mobility & Transport Engineering; Production Engineering. Zudem ist die RWTH Aachen Mitglied im Verband TU9 German Institutes of Technology e. V, ein Zusammenschluss der neun führenden deutschen Technischen Universitäten.

Patentanmeldungen der RWTH Aachen nach Fluktuationen ab 2003 im positiven Trend

Die folgende Grafik stellt die Patentanmeldungen der RWTH Aachen zwischen 1990 und 2009 dar. Zu Beginn des Zeitraums im Jahr 1990 wurden noch wenige Patentanmeldungen registriert, welche 1991 abnahmen und im Jahr 1992 stagnierten. Nach einem Anstieg im Jahr 1993 sanken die Zahlen in den Jahren 1994 und 1995 erneut ab. Dieses Muster einer Zu- und Abnahme wiederholt sich in den Jahren 1996 bis 2000. Nachdem ein erneuter Anstieg im Jahr 2001 und eine Abnahme im Jahr 2002 beobachtet wurde, nahmen die Patentanmeldungen im Jahr 2003 etwas stärker zu. Ab diesem Zeitpunkt konnte bis zum Jahr 2006 ein kontinuierlich starker Anstieg beobachtet werden.
Die RWTH Aachen erreichte im Jahr 2008 einen Rekordwert von über 70 Patentanmeldungen
Nach einer kurzen Stagnation der Anmeldungen im Jahr 2007 erreichte die RWTH Aachen im Jahr 2008 einen Rekordwert von über 70 Patentanmeldungen. Allerdings nahmen die Zahlen im Jahr 2009 erneut ab und erreichten einen Wert von über 50 Patentanmeldungen. Über den Gesamtzeitraum ist ein deutlich positiver Trend der Patentanmeldungen der RWTH Aachen ab 2003 erkennbar, auch wenn im Jahr 2009 ein Rückgang verzeichnet wurde.

Internationaler Anteil an Patentanmeldungen der RTWH Aachen im positiven Trend

In der folgenden Grafik wird die geographische Verteilung der Patentanmeldungen von der RWTH Aachen in jeweils vier Zeiträumen von 1990 bis 2009 dargestellt. In den Jahren 1990 bis 1994 wurden in nahezu allen Regionen nur wenige Patente angemeldet. Der internationale Anteil betrug bereits etwa die Hälfte. Zwischen 1995 und 1999 stiegen die Patentanmeldungen insbesondere in Deutschland an und haben sich mehr als verdoppelt. Demgegenüber stand eine geringfügige Abnahme der Patentanmeldungen in Europa, weltweit und in den Ländern der restlichen Welt, während die Zahlen in den USA leicht anstiegen und erstmals in Japan einige wenige Patente angemeldet wurden. Der Anteil in Deutschland, in Europa sowie weltweit stieg zwischen 2000 und 2004 weiter an, wobei die Zahlen in den USA konstant blieben und in Japan sogar keine Patentanmeldungen registriert wurden. Mehr als die Hälfte aller Patente wurde in Deutschland angemeldet. Dieses Verhältnis änderte sich in den Jahren 2005 bis 2009, obwohl sich der deutsche Anteil mehr als verdoppelt hat. Insbesondere weltweit, in Europa und den USA konnte ein starker Zuwachs beobachtet werden. Zudem wurde in China, Südkorea und den Ländern der restlichen Welt ein leichter Anstieg an Patentanmeldungen registriert. Knapp mehr als die Hälfte aller Patentanmeldungen der RWTH Aachen waren zwischen 1990 und 2009 international. Damit liegt die RWTH Aachen unter dem Durschnitt der Top 30 deutschen Einrichtungen.

RWTH Aachen zeichnet sich durch vielfältiges Patentportfolio aus

Um Schwerpunkte in der Forschung herauszuarbeiten, wurden in der folgenden Grafik die Schutzrechtanmeldungen der RWTH Aachen in verschiedene Technologiebereichen unterteilt. Die größte Zahl an Patenten wurde im Bereich Medizintechnik angemeldet, auf den mit rund 95 Patentanmeldungen nahezu 13% der gesamten Anzahl an Patentanmeldungen in allen Technologiebereichen entfallen. Darauf folgt das Themengebiet Materialverarbeitung von Textilien und Papier, in dem annähernd 90 Anmeldungen registriert wurden. Mit rund 85 Patentanmeldungen rangiert die Disziplin Analyse-, Mess- und Kontrolltechnik auf Platz drei. Annähernd 65 Patente wurden im Bereich Organische Feinchemie angemeldet. Zudem meldete die RWTH Aachen Schutzrechte in den Bereichen Pharmazie und Kosmetik sowie Chemietechnik an. In den drei chemischen Technologiebereichen wurden etwa 20% aller Patente der RWTH Aachen angemeldet.

Die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen ist eng mit unterschiedlichen Unternehmen der Wirtschaft vernetzt. Als Beispiel für eine nachhaltige Partnerschaft ist die Zusammenarbeit mit der Bayer AG zu nennen. Am gemeinsamen Katalyse-Zentrum (CAT) in Aachen forschen die Partner an allen Themen rund um homogene und heterogene Katalysen. Zusammen mit dem japanischen Konzern Hitachi versucht man Problemstellungen, wie beispielsweise die Methoden zur CO2-Abscheidung aus Kraftwerksrauchgasen oder die Messung von Gaskomponenten bei Oxyfuel-Verbrennung, zu lösen.
Die RWTH Aachen ist in etlichen Exzellenzclustern eingebunden
Des Weiteren ist die RWTH Aachen in viele Hochschul- und Fakultätspartnerschaften sowie in etlichen Exzellenzclustern eingebunden.
Quellen

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