Technische Universität Bergakademie Freiberg: Die Ressourcen-Universität

In der Zeit der Aufklärung wurde im Jahr 1765 die montanwissenschaftliche Technische Universität Bergakademie Freiberg als Ausbildungsort für Bergleute gegründet. Die sogenannte Ressourcen-Universität fokussiert sich seither auf die Sicherung von existentiellen und zukunftsweisenden Rohstoffen. Lehre und Forschung stehen in einer Einheit zur nachhaltigen Stoff- und Energiewirtschaft. Zu den globalen Herausforderungen der Universität, zählen Erkundung, Gewinnung, Aufbereitung, Veredelung sowie Verarbeitung und Recycling von Ressourcen. Die Technische Universität vernetzt die Profillinien Geo, Material, Energie und Umwelt (GEOMATENUM) mit den Wissenschaftsdisziplinen Mathematik und Informatik, Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften sowie Wirtschaftswissenschaften. Die Universität arbeitet "Theoria cum Praxi" und begleitet Innovationen von der Entstehung in der Theorie bis hin zur technischen Anwendung.

Patentanmeldungen der TU Bergakademie Freiberg nach geringer Aktivität zwischen 1992 und 2003 im positiven Trend

In der folgenden Grafik werden die Patentanmeldungen der Technischen Universität Bergakademie Freiberg in den Jahren von 1990 bis 2009 dargestellt. Auffällig ist zunächst der hohe Wert von über 40 Patentanmeldungen im Jahr 1990. Die Patentanmeldungen nahmen jedoch im Jahr 1991 wieder ab und in den Jahren 1992 bis 1994 wurden nur noch wenige Patente angemeldet. Nach einer Nullrunde im Jahr 1995 stiegen die Zahlen 1996 wieder leicht an, sanken jedoch kurz darauf erneut ab und in den Jahren 1998 bis 2000 wurden keine Patentanmeldungen registriert. Von 2000 bis 2003 war eine ähnliche geringe Aktivität zu beobachten bis die Patentanmeldungen im Jahr 2004 erneut etwas anstiegen. Nach einem leichten Rückgang im Jahr 2005 haben sich die Zahlen 2006 nahezu verdoppelt und stiegen bis zum Jahr 2008 mit über 45 Patentanmeldungen kontinuierlich an. Allerdings waren die Patentanmeldungen im Jahr 2009 wieder rückläufig, blieben jedoch im Vergleich zu den vorherigen Jahren auf einem relativ hohen Niveau.

Anteil internationaler Patentanmeldungen der TU Bergakademie Freiberg mit positivem Trend ab 2000

Die geographische Verteilung der Patentanmeldungen von der TU Bergakademie Freiberg wird in der folgenden Grafik in jeweils vier Zeiträumen zwischen 1990 und 2009 dargestellt. Bereits in den Jahren von 1990 bis 1994 war eine breite internationale Streuung der Patentanmeldungen feststellbar. Insbesondere in den Ländern der restlichen Welt wurde eine hohe Zahl an Patenten angemeldet, doch es wurden auch wenige Patentanmeldungen in Europa, den USA und weltweit erfasst. Im Zeitraum von 1995 bis 1999 wurden jedoch ausschließlich Patentanmeldungen in Deutschland registriert, deren Zahl sogar abnahm. Im Zeitraum von 2000 bis 2004 stiegen die Anmeldungen in Deutschland wieder an. Zudem wurden auch internationale Patentanmeldungen registriert, darunter Europa, weltweit, restliche Welt und erstmalig China. Von 2005 bis 2009 haben sich die Patentanmeldungen in Deutschland nahezu versechsfacht und stellen mehr als die Hälfte aller Patentanmeldungen in diesem Zeitraum dar. Doch auch international konnte ein Zuwachs verzeichnet werden, unter anderem weltweit, in Europa, den USA und in der restlichen Welt sowie in China und Südkorea. Mit über 47% Anteil an internationalen Patentanmeldungen liegt die TU Bergakademie Freiberg weit unter dem Durchschnitt der Top 30 deutschen akademischen Einrichtungen. Allerdings lässt sich ein ansteigend positiver Trend erkennen.

Ein Drittel aller Patentanmeldungen der Technischen Universität Bergakademie Freiberg im Bereich Werkstoffkunde und Metallurgie

In der folgenden Grafik werden die Patentanmeldungen der TU Bergakademie Freiberg in verschiedene Technologiebereiche eingeteilt. Die größte Zahl an Patentanmeldungen wurde im Themengebiet Werkstoffkunde und Metallurgie registriert. Nahezu 120 Patentanmeldungen entsprechen dabei rund ein Drittel der gesamten Anmeldungen aus allen Technologiebereichen. Darauf folgen die zwei Technologiebereiche Chemietechnik sowie Chemie- und Mineralölindustrie mit jeweils annähernd 40 Anmeldungen. Akkumuliert entfallen somit rund 20% der Gesamtsumme an Anmeldungen auf diese beiden Bereiche. Eine weitere Disziplin ist mit über 20 Patentanmeldungen die Materialverarbeitung von Textilien und Papier. Jeweils rund 20 Schutzrechtanmeldungen wurden in den Bereichen organische Feinchemie und Analyse-, Mess- und Kontrolltechnik registriert. In einer inhaltlichen Zusammenfassung der Themengebiete wird deutlich, dass die meisten Patente in den Bereichen Werkstoffkunde und -verarbeitung sowie in den chemischen Themengebieten angemeldet wurden.

Damit die Forschung auch wirtschaftlich umgesetzt werden kann, kooperiert die TU Bergakademie Freiberg mit regionalen Technologietransfer-Einrichtungen, wie beispielsweise der Industrie- und Handelskammer Chemnitz oder dem Gründer- und Innovationszentrum Freiberg/Brand-Erbisdorf GmbH (GIZeF).
Quellen

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