Tongji-Universität: Eine deutsch-chinesische Universität

Die Elite-Universität Tongji ist für hervorragende Absolventen bekannt.
STERN
Die Tongji Universität wurde von der deutschen Regierung zunächst als Deutsche Medizinschule für Chinesen im Jahr 1907 in Shanghai gegründet. Es handelte sich dabei um das erste große deutsche auswärtige Kulturprojekt. In den Jahren 1923 und 1924 wurde die Einrichtung als Tongji-Universität eröffnet. Die Universität hat in den ersten 50 Jahren nach ihrer Gründung eine rasante Entwicklung durchgeführt. Gegenwärtig hat sich die Universität auf die Bereiche Maschinenbau, Naturwissenschaften, Medizin, Management, Kunst, Recht und Wirtschaft zusammen mit Architektur, Bauingenieurwesen und Ozeanographie spezialisiert. Sie kooperiert eng mit Unternehmen aus der Industrie, um Informationen aus erster Hand zu gewährleisten und eine Entwicklung durch Interaktion mit der Gesellschaft zu bieten. Im Jahr 1998 wurde als Paradebeispiel des Wissensaustausches zwischen China und Deutschland ein Chinesisch-Deutsches-Hochschulkolleg gegründet.

Patentanmeldungen der Tongji-Universität im stark positiven Trend

In der folgenden Grafik werden die Patent- und Gebrauchsmusteranmeldungen der Tongji-Universität in den Jahren von 1990 bis 2009 dargestellt. Von 1990 bis zum Jahr 1999 wurden nur wenige Patentanmeldungen registriert. In den Jahren von 2000 bis 2007 nahmen die Patentanmeldungen gleichmäßig stark zu und im Jahr 2008 wurde mit über 420 Patent- und 100 Gebrauchsmusteranmeldungen ein Rekordjahr an Schutzrechteanmeldungen erreicht. Allerdings nahmen die Gebrauchsmusteranmeldungen im Jahr 2009 wieder ab, während die Patentanmeldungen geringfügig zunahmen. Im Gesamtzeitraum zwischen 1990 und 2009 wurde seit der Jahrtausendwende ein deutlich positiver Trend an Patentanmeldungen der Tongji-Universität registriert.

Patentanmeldungen der Tongji-Universität mehrheitlich national

Die folgende Grafik stellt die geographische Verteilung der Schutzrechteanmeldungen der Tongji-Universität in jeweils vier Zeiträumen dar. Im Zeitraum von 1990 bis 1994 wurden die Patentanmeldungen überwiegend in China registriert, während bereits sehr wenige Patente in Europa angemeldet wurden. In den Jahren von 1995 bis 1999 wurden die Patentanmeldungen ausschließlich in China erfasst. Im Zeitraum zwischen 2000 und 2004 stiegen die Schutzrechteanmeldungen insbesondere in China stark an und eine sehr geringe Anzahl an Patenten wurde in den USA, weltweit sowie in der restlichen Welt angemeldet. Der Anteil an Patentanmeldungen in China nahm in den Jahren 2005 bis 2009 weiter stark zu und stellte die überwiegende Mehrheit aller Patentanmeldungen in diesem Zeitraum dar. Die sehr wenigen internationalen Patentanmeldungen wurden in diesem Zeitraum ausschließlich in Europa, den USA und weltweit registriert. Mit nahezu zwei Prozent an internationalen Patentanmeldungen liegt die Tongji-Universität unter dem Durchschnitt der Top 30 chinesischen Einrichtungen.

Tongji-Universität setzt auf ein ausgewogenes Schutzrechteportfolio

In der nachfolgenden Grafik werden die Schutzrechteanmeldungen der Tongji-Universität in verschiedene Technologiebereiche unterteilt. Dabei entfielen über 380 Anmeldungen auf den Bereich Werkstoffkunde und Metallurgie, welcher rund 10% der gesamten Schutzrechteanmeldungen aus allen Technologiebereichen ausmacht. Darauf folgt das Themenfeld Analyse-, Mess- und Kontrolltechnik, in dem rund 270 Patente und 100 Gebrauchsmuster angemeldet wurden. Im drittgrößten Bereich der Umwelttechnik wurden zwar geringfügig mehr Patentanmeldungen registriert, dafür aber auch deutlich weniger Gebrauchsmusteranmeldungen. In der Fachrichtung Bauingenieurswesen wurden über 320 Schutzrechte angemeldet, allerdings entfiel etwa ein Drittel davon auf Gebrauchsmusteranmeldungen. Auffällig ist, dass im Themengebiet Makromolekulare Chemie und Polymere nahezu ausschließlich Patente angemeldet wurden. Im Technologiebereich Medizintechnik dominieren hingegen die Gebrauchsmusteranmeldungen. Nahezu 75% der Schutzrechteanmeldungen in diesem Fachgebiet wurden als Gebrauchsmusteranmeldungen registriert.



Die Tongji-Universität ist sowohl um einen regen Austausch zwischen Universität und Wirtschaft, als auch um den Schutz von geistigem Eigentum bemüht. Aus diesem Grund organisiert die Tongji-Universität in Zusammenarbeit mit der Bayer China Ltd. mehrere Foren zum Erfahrungsaustausch. Zudem arbeitet die Tongji-Universität mit unterschiedlichen Unternehmen aus der Wirtschaft, wie Baosteel, einem der größten Stahlproduzenten der Welt, dem TÜV Rheinland oder der oben genannten Bayer Ltd., zusammen. Darüber hinaus kooperiert die Tongji-Universität weltweit mit verschiedenen Forschungsrichtungen und Universitäten, wie beispielsweise der TU Darmstadt. Gemeinsam bearbeitet man zum Beispiel Problemstellungen in den Themengebieten Umwelttechnik oder Wirtschaft.
Quellen

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