Universität des Saarlandes: Fusion französischer und deutscher Bildungstradition

Die Universität des Saarlandes wurde drei Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkrieges im Jahr 1948 als eine zweisprachige Fusion französischer und deutscher Bildungstraditionen gegründet. Dieser besondere Aspekt zeichnet das Profil der Universität aus, die seit jeher darauf ausgerichtet ist, Grenzen kulturell und wissenschaftlich zu überwinden. Die Universität des Saarlandes steht für Spitzenforschung und –lehre und ist in den Bereichen Informatik, Nano- und Biowissenschaften und Europa spezialisiert. Gegenwärtig existieren die vier Sonderforschungsbereiche Calcium-Signale, Automatische Verifikation und Analyse komplexer Systeme, Organfibrose sowie Physikalische Modellierung von Nichtgleichgewichtsprozessen in biologischen Systemen. Die Hochschule determiniert das Studium durch Wissens- und Technologietransfer, Unterstützung und Existenzgründung. Die Universität des Saarlandes fördert vor allem in den neuen Technologien Firmengründungen.

Patentanmeldungen der Universität des Saarlandes nach Rekordjahr 1997 im leicht positiven Trend

In der folgenden Grafik werden die Patentanmeldungen der Universität des Saarlandes zwischen 1990 und 2009 dargestellt. In den Jahren 1990 und 1991 wurden zunächst noch keine Patentanmeldungen registriert. Erst von 1992 bis 1995 wurde ein stetiger und gleichmäßiger Anstieg der Patentanmeldungen beobachtet. Im Jahr 1996 haben sich die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt und erreichten 1997 einen Rekordwert von über 60 Patentanmeldungen. Auffällig ist der mehr als zehnfache Rückgang im Jahr 1998 und auch in den folgenden Jahren blieben die Patentanmeldungen auf einem niedrigen Niveau. Im Jahr 2001 wurden sogar keine Patentanmeldungen registriert. In den Jahren 2002 und 2003 stiegen die Zahlen wieder geringfügig an und nahmen 2004 sowie 2005 weiter leicht zu. Nach einem erneutem Rückgang im Jahr 2006 stiegen die Patentanmeldungen bis 2009 kontinuierlich an, erreichten jedoch nie den Wert von 1997. Nach dem starken Anstieg bis zum Jahr 1997 konnte die Universität des Saarlandes ihre Patentanmeldungen nur unerheblich erhöhen.

Internationale Patentanmeldungen der Universität des Saarlandes nach starker Abnahme ab 2005 wieder im positiven Trend

Die nachfolgende Grafik stellt die geographische Verteilung der Patentanmeldungen der Universität des Saarlandes in jeweils vier Zeiträumen dar. Zwischen 1990 und 1994 wurde der größte Anteil aller Patentanmeldungen in Deutschland registriert. International wurden insbesondere Patente in Europa und weltweit angemeldet. Zudem wurden bereits in China sowie in den übrigen Ländern der restlichen Welt einige Patentanmeldungen erfasst. Im Zeitraum zwischen 1995 und 1999 haben sich die Zahlen in Deutschland mehr als verdoppelt. Die stärkste internationale Zunahme wurden in der restlichen Welt registriert, doch auch in der EU, weltweit und den USA stiegen die Patentanmeldungen stark an. Erstmalig wurden auch wenige Patente in Südkorea angemeldet und auch in China konnte ein geringfügiger Anstieg beobachtet werden. Mehr als die Hälfte aller Patentanmeldungen in diesem Zeitraum waren international. Von 2000 bis 2004 nahmen die Patentanmeldungen in allen Regionen stark ab. Die größte Abnahme wurde in der restlichen Welt registriert und in China wurden sogar keine Patente mehr angemeldet. In Deutschland wurden in diesem Zeitraum wieder mehr als die Hälfte aller Patentanmeldungen registriert. Von 2005 bis 2009 nahmen die Patentanmeldungen in allen Regionen erneut zu. Der größte Zuwachs wurde dabei in Europa, weltweit und in Deutschland verzeichnet. Erstmals wurden auch Patente in Japan angemeldet. Mit über 67% an internationalen Patentanmeldungen liegt die Universität des Saarlandes unter den Top 30 deutschen Universitäten im Durchschnitt.

Universität des Saarlandes meldet viele Patente in den Bereichen Werkstoffkunde und Chemie an

Thema der nächsten Abbildung ist die Verteilung der Patentanmeldung der Universität des Saarlandes auf unterschiedliche Technologiebereiche. Bei Betrachtung der Grafik fällt auf, dass Werkstoffkunde und Metallurgie mit 100 Patentanmeldungen der größte Bereich ist. Fast 20% der Gesamtanzahl an Anmeldungen aus allen Technologiebereichen wurden in dieser Disziplin registriert. Darauf folgt das Themengebiet Makromolekulare Chemie und Polymere, auf das rund 65 Anmeldungen entfallen. Etwa 50 Patente wurden im Technologiebereich Organische Feinchemie angemeldet. Oberflächentechnologien und Beschichtungen waren mit rund 45 Anmeldungen das viertgrößte Themengebiet. Auf Platz fünf rangiert die Fachdisziplin Materialverarbeitung für Textilien und Papier, in der knapp über 40 Patentanmeldungen registriert wurden. Den letzten großen Bereich bildet, mit über 30 Patentanmeldungen, die Pharmazie und Kosmetik.

Als eine der sechs prämierten EXIST-Gründerhochschulen legt die Universität des Saarlandes großen Wert auf unternehmerische Tätigkeit. Aufgrund dieser Bemühungen entstanden etliche Start-ups und Spin-offs, die in den letzten Jahren erfolgreich in den Markt eintraten. Außerdem arbeitet man mit einer Reihe an Unternehmen aus der Wirtschaft zusammen. Beispielhaft ist hier Bayer MaterialScience zu nennen, zumal sich die Zusammenarbeit deutlich in den Schutzrechtanmeldungen im Bereich Werkstoffkunde wiederspiegelt. Zudem konnte die Universität mit ElexoPharm oder UCB Pharama im Bereich Pharmazie Partner aus der Wirtschaft gewinnen. Angelegenheiten bezüglich Patentverwertung und Technologietransfer werden sowohl von der universitätseigenen Wissens- und Technologietransfer GmbH, als auch von der Kontaktstelle für Wissens- und Technologietransfer abgewickelt.
Quellen

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