Universität Hamburg: Junge Universität mit moderner Forschung und Lehre

Die Universität Hamburg zählt mit ihrem Gründungsjahr 1919 zu den jüngeren deutschen Universitäten, obwohl die Wurzeln der Entstehung der Universität bis ins 17. Jahrhundert zurückreichen. Mit sechs Fakultäten und 150 Studiengängen, unter anderem in der Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften, den Wirtschafts-, Rechts und Sozialwissenschaften, der Medizin sowie den Geisteswissenschaften, ist die Universität Hamburg die größte Forschungs- und Ausbildungseinrichtung in Norddeutschland. Die Universität lehrt und forscht nach ihren sechs Globalzielen Stärkung der Verantwortlichkeit, Internationalisierung, Qualitätssteigerung, Fächerübergreifende Zusammenarbeit, Vernetzung mit der Region und Offenheit des Zugangs zu Bildung und Wissenschaft. Sie leistet ihre Forschungsarbeit insbesondere in den Bereichen Klima, Erde und Umwelt, Materie und Universum, Neurowissenschaften, Mehrsprachigkeit, Governance, Heterogenität und Bildung, Infektionsforschung sowie strukturelle Biologie. In der Physik brachte die Universität bereits einige Nobelpreisträger, wie Hans Jensen, Wolfgang Paul oder Otto Stern, hervor.

Patentanmeldungen der Universität Hamburg nach starken positiven Trend ab 2007 rückläufig

In der folgenden Grafik werden die Patentanmeldungen der Universität Hamburg von 1990 bis 2009 dargestellt. In den Jahren 1990 bis 1998 wurden noch keine Patentanmeldungen registriert. Im Jahr 1999 wurden erstmalig wenige Patente angemeldet. Nach einem weiteren Jahr mit einer kaum erwähnenswerten Zahl an Patentanmeldungen stieg die Aktivität im Jahr 2001 geringfügig an. Kurz darauf haben sich jedoch die Patentanmeldungen im Jahr 2002 nahezu vervierfacht und stiegen 2003 weiter an. Nachdem ein geringfügiger Rückgang im Jahr 2004 beobachtet werden konnte, lagen die Patentanmeldungen im Jahr 2005 knapp unter dem Wert von 2003 und nahmen im Jahr 2006 erneut leicht ab. Im Jahr 2007 wurde nach einer Zunahme von mehr als einem Drittel ein Rekordwert von über 50 Patentanmeldungen registriert. Dieses Niveau konnte jedoch nicht gewahrt werden und im Jahr 2008 nahmen die Patentanmeldungen wieder um mehr als ein Drittel ab. Auch das Jahr 2009 war von einem Rückgang gekennzeichnet und die Zahlen erreichten nur einen Wert von über 20 Patentanmeldungen.

Internationaler Anteil der Patentanmeldungen von der Universität Hamburg stets im positiven Trend

Die folgende Grafik behandelt die geographische Verteilung der Patentanmeldungen der Universität Hamburg, unterteilt in vier Zeiträume zwischen 1990 und 2009. Die sehr geringe Zahl an Patentanmeldungen zwischen 1995 und 1999 wurde in Europa, weltweit und in der restlichen Welt registriert. Ab der Jahrtausendwende stiegen die Zahlen insbesondere in Deutschland an, allerdings wurde auch ein starker internationaler Zuwachs registriert. Der größte Anteil internationaler Patentanmeldungen wurde weltweit erfasst, doch auch in Europa und insbesondere in den Ländern der restlichen Welt wurden verstärkt Patente angemeldet. Zudem konnte ein leichter Zuwachs in den USA beobachtet werden. Mehr als die Hälfte aller Patentanmeldungen in diesem Zeitraum waren international. Dieses Verhältnis änderte sich im Zeitraum von 2005 bis 2009 zugunsten der internationalen Patentämter. Insbesondere in Europa, weltweit und in den USA stiegen die Patentanmeldungen stark an, während die Zahlen in Deutschland und der restlichen Welt nur geringfügig zunahmen. Erstmals wurden zudem wenige Patente in China und Japan angemeldet. In der Grafik ist klar erkennbar, dass der internationale Anteil der Patentanmeldungen der Universität Hamburg stetig zunahm und zwischen 2005 und 2009 mehr als zwei Drittel betrug. Mit nahezu 72% liegt die Universität Hamburg über dem Durchschnitt der Top 30 deutschen akademischen Einrichtungen.

Universität Hamburg meldet viele Patente in den Bereichen Pharmazie und Biotechnologie an

Bei Betrachtung der folgenden Grafik wird deutlich, dass in den Technologiebereichen Pharmazie und Kosmetik sowie Biotechnologie die überwiegende Zahl an Patentanmeldungen registriert wurde. Über 90 Patente wurden in Pharmazie und Kosmetik angemeldet, während über 80 Patente in der Biotechnologie angemeldet wurden. Kumuliert entsprechen die beiden ersten Bereiche nahezu 20% aller Schutzrechtanmeldungen der Universität Hamburg. Darauf folgen mit jeweils annähernd 50 Patentanmeldungen die etwa gleich großen Fachgebiete Medizintechnik und Organische Feinchemie. Etwa 40 Patente wurden im Technologiebereich Analyse-, Mess- und Kontrolltechnik angemeldet. Zudem meldete die Universität Hamburg Schutzrechte im Bereich Informationstechnik an, welche knapp vier Prozent der Gesamtsumme aus allen Technologiebereichen betragen.

Die Universität ist in verschiedene Kooperationen
Da gibt es großen Nachholbedarf. (Zum Thema Kooperationen mit der Wirtschaft)“
Monika Auweter-Kurtz, Ehemalige Präsidentin der Universität Hamburg
eingebunden. Dabei arbeitet sie unter anderem mit den Max-Planck-Instituten für molekulare Genetik, Biochemie und medizinische Forschung, aber auch mit dem Hamburger Synchrotronstrahlungslabor zusammen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt außerdem mehrere Sonderforschungsgebiete, zwei davon in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Resultat dieser Bemühungen ist die große Anzahl an Patentanmeldungen in den chemischen, biologischen und medizinischen Themengebieten. In den letzten Jahren wurden einige Initiativen mit der Wirtschaft in den Bereichen Luftfahrt und maritime Technologie ins Leben gerufen.
Quellen

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