Universität Leipzig: Aus Tradition Grenzen überschreiten

Die Universität Leipzig wurde im Jahr 1409 gegründet und ist damit nach Heidelberg die zweitälteste deutsche Universität. Seit der Gründung erlebte die Universität einige Höhen und Tiefen. Beispielsweise waren nach dem zweiten Weltkrieg 60% der Gebäude und 70% aller Bücher vernichtet. Die Universität agierte immer stets nach ihrem Motto "Aus Tradition Grenzen überschreiten". Mit gegenwärtig 14 Fakultäten lehrt die Universität unter anderem in den Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik, Medizin, Wirtschafts-und Rechtswissenschaften sowie Geistes- und Sportwissenschaften. In 150 Instituten werden Schwerpunkte in den profilbildenden Forschungsbereichen Moleküle und Nanoobjekte, Mathematik in den Naturwissenschaften, Molekulare und zelluläre Kommunikation, Gehirn, Kognition und Sprache, Riskante Ordnungen, Veränderte Umwelt und Krankheit sowie Biodiversität gelegt. Die Universität wendet ihre zukunftsorientierten Forschungsleistungen praxisorientiert an, um damit ihre Verpflichtung gegenüber der Gesellschaft zu erfüllen. Im Jahr 2008 erhielt die Universität Leipzig im Rahmen der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern eine Förderung als Graduiertenschule Leipzig School of Natural Sciences – Building with Molecules and Nano-objects.

Patentanmeldungen der Universität Leipzig mit Fluktuationen im leicht positiven Trend

In der folgenden Grafik werden die Patentanmeldungen der Universität Leipzig in den Jahren von 1990 bis 2009 dargestellt. Wie bei einigen anderen ostdeutschen Universitäten der Top 30 deutschen Einrichtungen wurden im Jahr 1990 überdurchschnittlich viele Patentanmeldungen registriert. Im Jahr 1991 sanken die Zahlen deutlich und erreichten 1992 nur noch wenige Patentanmeldungen. Die Jahre von 1993 bis 1996 waren von einer geringfügigen Aktivität geprägt. Ab 1997 stiegen die Patentanmeldungen an und erreichten im Jahr 1998 den höchsten Wert seit 1990. Allerdings nahmen die Zahlen kurz darauf ab und stagnierten bis 2001. Nach einem sehr geringen Anstieg im Jahr 2001 sanken die Patentanmeldungen bereits 2002 erneut ab. Im Jahr 2003 konnte eine Verdreifachung im Vergleich zum Vorjahr beobachtet werden und 2004 wurde mit über 40 Patentanmeldungen der zweitgrößte Wert im Gesamtzeitraum registriert. Dieser positive Trend konnte jedoch nicht gewahrt werden und 2005 nahmen die Patentanmeldungen um mehr als die Hälfte ab. In den Jahren von 2006 bis 2008 stiegen die Zahlen zwar kontinuierlich an, nahmen jedoch im Jahr 2009 erneut leicht ab.

Leicht positive Entwicklung internationaler Patentanmeldungen der Universität Leipzig

Die geographische Verteilung der Patentanmeldungen der Universität Leipzig wird in der nachfolgenden Grafik in jeweils vier Zeiträumen von 1990 bis 2009 dargestellt. Der internationale Anteil der Patentanmeldungen zwischen 1990 und 1994 betrug bereits mehr als drei Viertel, welcher mehrheitlich den Ländern in der restlichen Welt zugeschrieben wurde. Zudem wurden in Europa, den USA und weltweit einige Patente angemeldet. Der zweitgrößte Anteil in diesem Zeitraum wurde in Deutschland registriert. Dieses Verhältnis änderte sich zwischen 1995 und 1999 und mehr als drei Viertel aller Patente wurden in Deutschland angemeldet. Insbesondere die Patentanmeldungen in der restlichen Welt nahmen stark ab, doch auch in Europa sowie weltweit wurden Rückgänge verzeichnet. In den USA wurden keine Patente angemeldet, während erstmals in China einige Patentanmeldungen registriert wurden. Von 2000 bis 2004 stiegen die Zahlen in allen Regionen an, wobei knapp die Hälfte in Deutschland registriert wurde. Allerdings nahm der deutsche Anteil zwischen 2005 und 2009 ab, denn vor allem in Europa konnte ein starker Zuwachs beobachtet werden. Zudem wurde eine höhere Zahl an Patentanmeldungen in den USA, weltweit sowie in China erfasst, während in der restlichen Welt ein Rückgang verzeichnet wurde. Erstmals wurden auch Patente in Südkorea angemeldet. Insgesamt tendierten die internationalen Patentanmeldungen der Universität Leipzig zu einer positiven Entwicklung. Mit nahezu 58% an internationalen Patentanmeldungen liegt die Universität Leipzig knapp unter dem Durchschnitt der Top 30 deutschen Einrichtungen.

Universität Leipzig setzt Forschungsschwerpunkte in chemischen Themenbereichen

Im nachfolgenden Diagramm werden die Patentanmeldungen der Universität Leipzig in unterschiedlichen Technologiebereichen dargestellt. Annähernd ein Viertel der gesamten Patentanmeldungen aus allen Technologiebereichen wurden in der interdisziplinären Wissenschaft Biotechnologie registriert. Über 90 Patente wurden im Technologiebereich Organische Feinchemie angemeldet. Darauf folgt mit über 80 Patentannmeldungen das Fachgebiet Analyse-, Mess- und Kontrolltechnik. Der Technologiebereich Pharmazie und Kosmetik rangiert mit über 40 Patentanmeldungen an vierter Stelle. Mit jeweils rund 30 Schutzrechtanmeldungen folgen die Themengebiete Mineralölindustrie und Medizintechnik.

Die Universität Leipzig verfügt über verschiedene Kooperationen mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen und innovativen Unternehmen. Es konnten bereits rund 525 unterschiedliche Forschungsprojekte mit einem Vertragsvolumen von 10,8 Mio. Euro durchgeführt werden. Kooperationspartner aus der Wirtschaft ist unter anderem das BMW Werk Leipzig. Zusammen bearbeiten die Partner Problemstellungen in den Bereichen Business Intelligence, Ergonomie und automatische Identifikation und Ortung bestimmter Objekte während des Wertschöpfungsprozesses. Darüber hinaus verfügt die Universität Leipzig über etliche kleinere und mittlere Kooperationspartner, wie beispielsweise die ONTRAS - VNG Gastransport GmbH. Außerdem unterstützt die Universität Leipzig ihre Wissenschaftler und Studenten bei Neu- und Ausgründungen.
Quellen

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