Universität Rostock: Interdisziplinäre Universität mit modernen Forschungsprofilen

Die Universität Rostock wurde im Jahr 1419 gegründet und ist damit die drittälteste deutsche Universität. Die Universität, die auch als "Leuchte des Nordens" bezeichnet wird, lehrt ihre Studierenden in zehn Fakultäten und hat im Laufe der Zeit vier interdisziplinäre Forschungsprofile erarbeitet. Das erste Profil Leben, Licht und Materie beschäftigt sich mit neuen Materialien sowie dem Ressort Licht in den Natur- und Ingenieurwissenschaften und der Medizin. Das zweite Profil Maritime Systeme steht für Aspekte der Küstensysteme, Agrar- und Umweltwissenschaften. Das dritte Profil Soziale, medizinische und biologische Thematiken wird im Department Altern des Individuums und der Gesellschaft behandelt. Das vierte Profil Wissen, Kultur und Transformation verbindet die Medien und Repräsentation, Transformation, Interkulturalität und Macht mit Wissen. Für die Gewährleistung von Forschung und Innovation arbeitet die Universität Rostock nicht nur mit verschiedenen Instituten zusammen, sondern sorgt auch aktiv für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Im Rahmen der Krebsforschung erhält die Universität Rostock seit 2010 Fördermittel von der deutschen Krebshilfe und ist damit auf dem Weg zu einem bedeutenden Forschungsstandort.

Patentanmeldungen der Universität Rostock nach zunächst positivem Trend rückläufig

In der folgenden Grafik werden die Patentanmeldungen der Universität Rostock zwischen 1990 und 2009 dargestellt. Bereits im Jahr 1990 wurde, wie bei einigen anderen ostdeutschen Universitäten der Top 30 deutschen Einrichtungen, eine relativ hohe Anzahl an Patentanmeldungen registriert. Im Jahr 1991 sanken die Zahlen deutlich und erreichten 1992 nur noch wenige Patentanmeldungen. Auch im Jahr 1992 wurden nur wenige Patentanmeldungen registriert und 1993 sowie 1994 wurden sogar keine Patentanmeldungen erfasst. Die Jahre 1995 bis 1998 lagen auf einem sehr niedrigen Niveau. Im Jahr 1999 stiegen die Patentanmeldungen geringfügig an, sanken jedoch im Jahr 2000 wieder auf eine sehr geringe Aktivität ab. Nach einem erneuten geringfügigen Anstieg im Jahr 2001 nahmen die Zahlen 2002 abermals ab. Im Jahr 2003 stiegen die Patentanmeldungen leicht an und entwickelten einen positiven Trend. Von 2004 bis 2007 wurde ein starker Anstieg registriert, welcher im Jahr 2007 mit einem Rekordwert von über 60 Patentanmeldungen endete. Allerdings waren die Zahlen der Universität Rostock ab diesem Zeitpunkt wieder rückläufig und erreichten im Jahr 2009 mit über 30 Patentanmeldungen den geringsten Wert seit 2006.

Mehr als die Hälfte aller Patentanmeldungen der Universität Rostock international

Die folgende Grafik stellt die geographische Verteilung der Patentanmeldungen von der Universität Rostock in jeweils vier Zeiträumen zwischen 1990 und 2009 dar. Im Zeitraum von 1990 bis 1994 wurden auffällig viele Patente in Ländern angemeldet, die als restliche Welt kumuliert werden und hauptsächlich der damaligen Sowjetunion zuzuordnen sind. Einige Patente wurden zudem in Deutschland angemeldet. Von 1995 bis 1999 wurden Patente überwiegend in Deutschland angemeldet, während international nur einige wenige Anmeldungen registriert wurden. Im Zeitraum zwischen 2000 und 2004 nahmen insbesondere die Patentanmeldungen in Deutschland zu, doch auch weltweit wurde ein geringfügiger Zuwachs registriert. Von 2005 bis 2009 haben sich die Zahlen in Deutschland mehr als vervierfacht, weltweit sogar verzehnfacht. Erstmals wurden zudem Patentanmeldungen in Europa, weltweit, in den USA, China, Südkorea und in den Ländern der restlichen Welt registriert. Mehr als die Hälfte aller Patentanmeldungen der Universität Rostock in diesem Zeitraum waren international. Mit über 56% an internationalen Patentanmeldungen liegt die Universität Rostock knapp unter dem Durschnitt der Top 30 deutschen Einrichtungen.

Ein Viertel aller Patentanmeldungen der Universität Rostock im Technologiebereich Medizintechnik

In der folgenden Abbildung wird die Verteilung der Patentanmeldungen der Universität Rostock auf verschiedene Technologiebereiche dargestellt. Der größte Bereich ist mit über 120 Anmeldungen die Medizintechnik. Annähernd ein Viertel der gesamten Patentanmeldungen aus allen Technologiebereichen ist auf dieses Themengebiet zurückzuführen. Im Fachgebiet Analyse-, Mess- und Kontrolltechnik wurden über 70 Patentanmeldungen registriert. Nahezu die Hälfte aller Anmeldungen der Universität Rostock entfiel auf diese ersten beiden Themengebiete. Es folgen weitere Bereiche wie beispielsweise die Organische Feinchemie mit annähernd 40 Patentanmeldungen und die interdisziplinäre Wissenschaft Biotechnologie mit nahezu 30 Patentanmeldungen. Mit jeweils knapp 20 Anmeldungen sind die Bereiche Chemietechnik sowie Pharmazie und Kosmetik zu nennen, deren Anteil an der Gesamtsumme allerdings nur im einstelligen Prozentbereich liegt.

Um Unternehmen einen leichteren Zugang
Eine Zusammenarbeit in dieser Form ist einzigartig in Mecklenburg-Vorpommern.
Wolfgang Schareck, Rektor Universität Rostock
zu Forschungsergebnissen und Forschungskooperationen zu ermöglichen, arbeitet die Universität Rostock mit der kommunalen Wirtschaftsförderung Rostock Business zusammen. Dieser Zusammenschluss hat sich in der Praxis schon mehrmals bewiesen. Darüber hinaus konnte die Universität Rostock mehrere Unternehmen aus der Wirtschaft, wie beispielsweise den Pumpenhersteller WILO AG, als Kooperationspartner gewinnen.
Quellen

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